Fachabteilung Bundesvereinigung Torf- und Humuswirtschaft (BTH)

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Hochmoor


Im Gegensatz zu den meist ebenen Niedermooren wölben sich Hochmoore uhrglasförmig über der Mineralbodenoberfläche auf und werden ausschließlich von Niederschlagswasser gespeist. Hochmoore werden daher auch Regenwassermoore genannt. Bei pH-Werten von 2,5 bis 3,5 gedeihen nur an den extremen Standort angepasste Pflanzen. Die Haupttorfbildner in Hochmooren sind Torfmoose (Sphagnen). Weitere hochmoortypische Pflanzenarten sind Wollgras, Glocken- und Rosmarinheide, Beinbrech, Sonnentau und Moosbeere.

Torfmoose haben unter natürlichen, nicht entwässerten Bedingungen jährliche Wachstumsraten von ca. 20 cm und mehr. Der jährliche Torfzuwachs im Moor liegt allerdings über die Jahrtausende gemittelt nur bei durchschnittlich 1 mm (Vertorfung und Verdichtung).
Hochmoore können sich entweder auf Niedermooren entwickeln oder als wurzelechte Hochmoore bei entsprechenden hydrogeologischen Voraussetzungen (z.B. einer oberflächennahen Bodenverdichtung) direkt auf dem mineralischen Untergrund.

In Hochmooren nimmt der Sauerstoffgehalt von oben nach unten ab. Stickstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff reichern sich an. Damit nimmt der Zersetzungsgrad der Torfe zu. Je nach klimatischen und hydrologischen Bedingungen finden wir häufig in den oberen Schichten den schwach zersetzten Weißtorf und darunter den stark zersetzten Schwarztorf.





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