Niedermoor


Die ertragsreichen Niedermoorböden werden seit Jahrhunderten nach Entwässerung landwirtschaftlich genutzt (zu ca. 95 %). Zur Herstellung von hochwertigen Torfprodukten werden Niedermoore nicht genutzt.
Niedermoore entstehen unter Grundwassereinfluss vornehmlich durch die Verlandung oder Versumpfung von Seen und Altwässern der Flussläufe. Sie werden auch als Grundwassermoore bezeichnet. Im Gegensatz zu den nährstoffarmen sauren Hochmooren kann der natürliche Nährstoff- und Kalkgehalt der Niedermoore relativ hoch sein. Durch Massenzuwachs von Schwimmblattpflanzen und starken Uferbewuchs von Schilf und Seggen verlanden Gewässer mit der Zeit. Die Oberfläche der Niedermoore ist eben oder in der Mitte eingesenkt. Das Grundwasser enthält Sauerstoff und sorgt für eine schnellere Zersetzung der abgestorbenen Pflanzen als im Hochmoor. Niedermoore sind sehr heterogen und haben aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte pH-Werte zwischen 4 und 7.



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