Renaturierung


Niedersachsen nimmt international eine führende Rolle im Bereich der Renaturierung von Moorflächen nach der Torfgewinnung ein. Es befinden sich bereits ca. 10.000 ha ehemaliger Torfgewinnungsflächen im Renaturierungsstadium, weitere 20.000 ha werden in den nächsten Jahrzehnten folgen. Renaturierung bedeutet in Deutschland zumeist im ersten Schritt eine Wiedervernässung der Flächen.

Dazu werden beim Torfabbau ca. 50 cm Torfauflage stehengelassen. Durch Schließen der Entwässerungsgräben und Aufstauen des Niederschlagswassers wird die Fläche allmählich wiedervernässt. Im Laufe von 2 bis 4 Jahren quillt die Torfrestschicht durch die Wasserspeicherung auf. Diese Schicht bietet dann den Lebensraum für die typischen Hochmoorpflanzen. Es siedeln sich Wollgräser, Torfmoose und die moortypischen Tiere an. Mit der Zeit bildet sich eine geschlossene Torfmoosfläche. Langfristig beginnen diese Pflanzen durch Wasserüberschuss und Luftabschluss zu vertorfen und führen so zu neuem Torfwachstum. Es entsteht aus einer ehemals entwässerten, „toten“ Fläche ein lebendes Moor.





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